Ein Abend zum Genießen

Heimatfreunde feiern 30. Geburtstag mit dem ersten Weinfest an Schlumps Backs

Der Heimatverein Kleinendorf feiert sein 30-jähriges Bestehen. Nach dem Fest zum Silberjubiläum vor fünf Jahren sollte das dritte Nulljahr auf besondere Art und Weise gewürdigt werden.

Am Samstagabend hat das erste Weinfest an Schlumps Backs zahlreiche Besucher auf das idyllische Areal gelockt, um den Herbst zu begrüßen. »Um aktuell zu bleiben, muss man sich was einfallen lassen«, erläuterte Vorsitzender Werner Thielemann. »Das Weinfest war eine spontane Idee, die im Team großen Anklang fand.« Mit neun Weinen sowie einen Prosecco hatten die Heimatfreunde für jeden etwas im Angebot. Auch für nicht Weintrinker war mit Gerstensaft sowie alkoholfreien Getränken gesorgt. Passend zum Wein servierte das Backteam um Thorsten Klein Flammkuchen aus dem mobilen Steinbackofen. Trinken, Essen sowie ausgiebiges Klönen zu Musik aus verschiedensten Jahrzehnten ließen die Zeit wie im Fluge vergehen.

Schon früh hatte sich das Gelände rund um das Backs gefüllt. Doch je später der Abend, umso besser die Stimmung. Dazu trug Musiker Udo Nottbeck ebenso bei wie der Männergesangverein Rahden/Haldem, der mit 30 Mitgliedern und zwei Auftritten nicht nur unterhielt, sondern mit der musikalischen Kostprobe auch für sich und seine Singgemeinschaft warb. »Es ist einfach immer wieder gemütlich und entspannend hier zu sein«, sagten Angela, Ulla, Brigitte, Walter, Bernd und Manfred, die – als ›Lütgendörper‹ und Vereinsmitglieder regelmäßige Gäste am Backs sind. ›Man fühlt sich hier immer willkommen und kann die Idylle unter den Bäumen genießen.‹

Willkommen hieß Thielemann die Gäste übrigens bewusst ohne große Worte. »Gemütlichkeit, ist das, was heute Abend zählt.« Falls anwesende Damen Interesse bekundeten, sei er nicht abgeneigt, am späteren Abend die Wahl einer Weinkönigin vorzunehmen, betonte Thielemann augenzwinkernd. »Mit vielen Festen und den Backtagen sind die Heimatfreunde seit der Einweihung des restaurierten Backs 1995 der Pflege von Geselligkeit und Tradition mit viel Herzblut nachgekommen und haben auch die nächsten Generationen begeistern können«, betonte der Vorsitzende. »Mit dem Backhaus und dem Aufbau der ehemaligen Bokemühle Tempelmeier wurde ein Kleinod geschaffen, das sich großen Zuspruchs erfreut.«

Bereits mit dem Aufbau des Glockenturmes 1990, Natur- und Landschaftsschutz, Geselligkeitspflege sowie den Aktivgruppen sei man gut aufgestellt. Thielemann kündigte an, dass er seit 30 Jahren dabei sei und hoffe schon bald, nämlich bei der Jahreshauptversammlung im November, sein Amt in die jüngeren Hände von Thorsten Klein legen zu können. »Es wird Zeit für einen Generationenwechsel. Es sind Jüngere da, die die Arbeit engagiert und gut fortsetzen«, ist er überzeugt.

Der Verein hat etwa 550 Mitglieder. »Eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass der Startschuss bei der Gründung im Juli 1987 mit 55 Kleinendorfern begann und schon kurze Zeit später auf 150 Mitglieder angewachsen war«, erinnert sich Thielemann.

©Anja Schubert

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